28.10.16

Marketingstrategie Englisch

Hallo ihr Lieben!

Die Welt wird immer anglofoner und das nicht gerade erst seit gestern. In Deutschland passiert es dann schon mal, dass man am Bahnhof einen Service-Point sieht und sich fragt, was dort wohl vor 30 oder 50 Jahren stand... Dienstleistungspunkt?!?!

Auch an Ländern wie Spanien geht dieser allgemeine Trend nicht vorbei. Trotz Institutionen wie der RAE (Real Academia Española), die sich als Hüterin der spanischen Sprache versteht und ähnlich wie Duden die bekanntesten Wörterbücher publiziert, gelangen immer mehr Anglizismen in den spanischen Alltag. 




Im Gegensatz zu Deutschland verbinden viele Spanier mit dem Englischen eine Art Hassliebe. Man hadert mit der Aussprache und braucht es im Alltag meist sowieso nicht. Da die meisten Jugendlichen und Kinder nun aber Englisch schon sehr früh in der Schule lernen, wandelt sich diese Einstellung langsam. 

Ausgefuchste Marketingleute machen sich solche Veränderungen zu Nutze. Englische Namen sollen Produkten einen jugendlichen Klang geben und besonders die Zielgruppe der 14-30 Jährigen ansprechen.

Ein Beispiel ist die Marke "Tuenti" vom Mobilfunkkonzern Movistar. Dieses Paradebeispiel zeigt uns zwei Charakteristika, die bereits angesprochen wurden: Zum einen ist "tuenti" quasi die Lautschrift zum englischen "twenty" und somit deutlich einfacher für Spanier auszusprechen als das englische Original. Zum anderen erkennt man immer noch deutlich den Anglizismus, der ein junges Publikum ansprechen soll. Tatsächlich ist "tuenti" auch von Movistar für junge Kunden ausgelegt worden.



Interessant im Verlgeich mit Deutschland ist, dass man hier die Anglizismen noch "verspanischt". In Deutschland passiert das kaum noch. Da bleibt abzuwarten, wie Werbung und Medien in ein paar Jahrzehnten aussehen. Noch mehr Englisch, oder doch back to the roots? ;)

No comments:

Post a Comment