5.6.16

Der Stier Spaniens

Hallo ihr Lieben!


Sicherlich ist er euch schon dutzende Male begegnet: Der schwarze Stier. Nicht nur ist er inzwischen nationales Emblem Spaniens und quasi überall auf der Iberischen Halbinsel zu finden, sondern ziert hierzulande auch so manches Auto häufiger Spanienurlauber. Aber wo kommt dieser Stier eigentlich her?



Kaum zu glauben aber wahr: Dieser spanische Stier stammt aus der Feder des Künstlers Manolo Prieto, der den Stier als Werbung für den Brandy-Hersteller Osborne im Jahre 1956 entworfen hat. Diese waren zunächst aus Holz, später aber aus Metal. Da 1962 ein Gesetz erlassen wurde, nachdem Werbeschilder mindestens 125m Abstand von der Straße haben mussten, vergrößerte Osborne seine Stiere von 4m auf 14m Höhe.

Als die Stiere in den 90er Jahren aufgrund neuer Erlasse entfernt werden sollten, setzte sich die Junta de Andalucía (Regierung von Andalusien) für ihren Erhalt aus. Der Oberste Gerichtshof Spaniens gab ihr Recht mit der Begründung, dass die Aufsteller inzwischen ihren ursprünglichen Werbecharakter verloren hätten und in die Landschaft integriert seien. Heute sind die Stiere 88 Mal in ganz Spanien zu finden, alleine 21 Mal davon in Andalusien.
Nichtsdestotrotz lieben nicht alle Spanier den Osborne-Stier so sehr wie die Touristen, da er für eine eher nationale Politik steht. Aus diesem Grund sucht man in Ceuta, Kantabrien, Katalonien, Melilla und Murcia vergeblich nach dem Stier. Inzwischen gibt es alternative Symboltiere: den katalanischen Esel, das baskische Schaf und die Kuh Galiziens.

Trotz der Kritik ist der Osborne-Stier kaum noch aus Spanien wegzudenken und besonders uns Touristen doch ziemlich ans Herz gewachsen.


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